Sie planen eine Renovierung oder benötigen einen Handwerker? Dann möchten Sie natürlich wissen, welche Kosten auf Sie zukommen. In diesem umfassenden Ratgeber finden Sie die aktuellen Stundenlöhne für alle wichtigen Handwerksberufe in Deutschland – Stand 2026. Wir erklären, welche Faktoren die Preise beeinflussen und worauf Sie achten sollten.
Handwerker Stundenlohn Tabelle 2026 – Übersicht: Hier die durchschnittlichen Stundensätze (inkl. MwSt.) für Deutschland: Elektriker: 60-85€ (Normal) / 120-180€ (Notdienst), SHK (Sanitär, Heizung, Klima): 65-90€ (Normal) / 130-200€ (Notdienst), Maler: 40-60€, Fliesenleger: 45-65€, Schreiner/Tischler: 50-70€, Dachdecker: 55-75€, Maurer: 50-70€, Gas-Wasser-Installateur: 60-85€, Heizungsbauer: 65-90€, Zimmer mann: 55-75€, Klempner/Spengler: 60-80€, Bodenleger: 40-60€. Wichtig: Diese Preise sind Durchschnittswerte und können je nach Region, Qualifikation und Auftragsgröße variieren!
Warum sind Elektriker-Stundenlöhne höher? Elektriker-Arbeiten erfordern eine 3,5-jährige Ausbildung plus Meisterprüfung (weitere 1-2 Jahre). Die hohen Stundensätze von 60-85€ (tagsüber) ergeben sich aus:
Regionale Unterschiede bei Handwerker-Stundenlöhnen: Die Handwerker-Preise variieren stark zwischen Regionen: Großstädte (München, Frankfurt, Stuttgart, Hamburg): +20-30% über Durchschnitt. Elektriker: 75-95€/Std. Mittelstädte (Nürnberg, Hannover, Leipzig): ±0-10% vom Durchschnitt. Elektriker: 65-80€/Std. Ländliche Regionen (Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen): -15-20% unter Durchschnitt. Elektriker: 55-70€/Std. Warum diese Unterschiede? In Großstädten sind Mieten, Lebenshaltungskosten und Personalkosten höher. Zudem herrscht in München, Frankfurt und Hamburg ein Handwerkermangel, der die Preise nach oben treibt.
Notdienst-Zuschläge: Warum ist der Elektriker nachts teurer? Wenn Sie außerhalb der regulären Arbeitszeiten (Mo-Fr, 8-17 Uhr) einen Handwerker rufen, fallen Zuschläge an: Feierabend (17-22 Uhr): +50-80€ Zuschlag, Nacht (22-6 Uhr): +100-150€ Zuschlag, Wochenende (Sa/So): +80-120€ Zuschlag, Feiertage: +120-180€ Zuschlag. Beispiel Elektriker-Notdienst: Normaler Stundenlohn: 70€. Nachteinsatz (23 Uhr): 70€ + 120€ Zuschlag = 190€/Std. Klingt viel? Bedenken Sie: Der Techniker muss mitten in der Nacht aus dem Bett, hat keine regulären Arbeitszeiten mehr und trägt hohes Risiko bei Dunkelheit. Diese Zuschläge sind branchenüblich und gerechtfertigt.
Was kostet ein Elektriker-Einsatz konkret? Ein typischer Elektriker-Notdienst-Einsatz setzt sich so zusammen:
Schwarzarbeit vs. Legaler Handwerker – Lohnt sich das Risiko? Manche denken: "Ich rufe einen Pfuscher, der macht's für 30€/Std schwarz." Das ist eine sehr schlechte Idee! Hier die Fakten: Risiken von Schwarzarbeit:
So sparen Sie legal bei Handwerker-Rechnungen:
Preisbeispiele für typische Elektriker-Arbeiten: Hier einige konkrete Beispiele (inkl. Material, inkl. MwSt.): Steckdose austauschen: 60-120€, Lichtschalter austauschen: 50-100€, Lampe anschließen: 50-90€, FI-Schalter ersetzen: 150-280€, Sicherung wechseln: 80-150€, Herdanschluss: 120-200€, Unterverteilung prüfen: 180-350€, Stromausfall beheben (Diagnose + einfache Reparatur): 150-400€, Elektroinstallation 100m² Wohnung (Neubau): 8.000-15.000€. Diese Preise sind Richtwerte und können je nach Region und Betrieb variieren.
Häufig gestellte Fragen: (Q) Warum sind Handwerker so teuer? (A) Von den 60-85€/Std bleiben dem Betrieb nach Steuern, Versicherungen, Material, Fahrzeugkosten etc. nur ca. 15-25€ Gewinn. (Q) Kann ich den Preis verhandeln? (A) Bei größeren Aufträgen: ja. Bei Notdiensten: kaum – die Preise sind meist fix. (Q) Muss ich Anfahrtskosten zahlen? (A) Ja, fast immer. Anfahrt + Diagnose kosten 89-150€. (Q) Sind die Preise verhandelbar? (A) Bei großen Projekten ja, bei Notdiensten meist nicht. (Q) Kann ich die Rechnung von der Steuer absetzen? (A) Ja! 20% der Arbeitskosten (max. 1.200€/Jahr) können Sie absetzen.
